Roman Sadnik singt Amy Winehouse, Cat Stevens und Sia
D0 + Fr: 16:00 bis 19:00 Uhr, Sa: 14:00 bis 18:00 Uhr, So: 11:00 bis 14:00 Uhr
Finissage Mittwoch, 29. April 2026, 16:00 bis 20:00 Uhr
Die hier gezeigten Arbeiten auf Papier entfalten sich im Spannungsfeld der Alchemie der Farben und der Magie der Naturelemente. In vielen Motiven lassen sich Anklänge an minerale Welten erkennen: sedimentartige Strukturen, Verdichtungen, Ablagerungen. Farbe erscheint nicht als bloßes Mittel der Darstellung, sondern als eigenständiges Material mit innerer Dynamik. Charakteristisch sind die Tiefe und die feinen Schattierungen, die durch den physischen und spontanen Gestus des Künstlers entstehen. Die Arbeiten sind weniger Abbilder als Festhalten von Momenten – Spuren einer konkreten Bewegung, einer situativen Entscheidung. Die Werke entstehen ohne Einfluss KI-generierter Verfahren. Sie sind Resultat leiblicher Präsenz, materieller Auseinandersetzung und individueller Handschrift.
In seiner aktuellen Ausstellung zeigt Klaus Stattmann neue Arbeiten, die ein neues Stadium markieren.
Ausgehend von Formularen, Zahlscheinen und digitalen Rasterstrukturen werden administrative Systeme nicht als Ordnung, sondern als Terrain lesbar: als Landschaften aus Verzögerung, Widerstand und Übergangszonen. Die Bilder zeigen keine Abläufe und keine Funktionen. Sie zeigen Zustände.
Wo auch immer 2.0 und Informelles Warten 2.0 stehen im Zentrum der Ausstellung. Beide Arbeiten begreifen Bürokratie nicht als Maschine, sondern als Gelände – als Raum, in dem Bewegung geführt, gebremst oder auf unbestimmte Zeit gehalten wird. Figuren erscheinen nicht als Akteure, sondern als Maßstäbe. Linien und Eintragungen als Spuren von Versuchen.
Die Landschaften dieser Bilder sind nicht leer, aber unbestimmt. Bedeutung entsteht nicht im Fluss der Information, sondern dort, wo Prozesse auf Widerstand treffen. Wo etwas nicht weitergeht, wird es erfahrbar.
Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme eines Systems im Schwebezustand: zwischen analoger Geste und digitalem Prozess, zwischen Eintragung und Verschwinden, zwischen Bewegung und Stillstand.
„die Winterpalette“ – eine Gemeinschaftsausstellung und eine Begegnung zwischen Schmuck und abstrakter Malerei
Zwischen 11. und 14. Dezember 2025 präsentieren Maria Dakopoulou, Cornelia Gänger, Bettina Laimer-Sutner, Stephanie Bacher und Verena Hobl ausgewählte Werke.
Eine Ausstellung über Scham, Körper, gesellschaftliche Erwartungen und Selbstermächtigung.
In Malerei und Collage zeigt Marzena Karamon fragmentierte, kraftvolle Figuren, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke, Zerrissenheit und Freiheit stehen.
Unvollständige Körper, Stimmen ohne Raum – ein Spiegel gesellschaftlicher Strukturen, die bestimmen, wer gesehen und gehört wird.
Ihre Arbeiten fragen, was wir sehen wollen und was wir lieber unsichtbar halten.
Die Ausstellung ist eine Einladung, das Unsichtbare sichtbar zu machen.
FLINTA. Scham. Nein, Danke. ist ein visuelles Manifest gegen gesellschaftliche Normen und Rollenbilder, und für das Recht, sich selbst zu definieren.
Es ist ein Plädoyer für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und die Freiheit, sich nicht zu schämen.
Samstag, 11. Oktober 2025 von 15:00 – 17:00 Uhr 1020 Wien, Mayergasse 3 Gehsteig vor dem MAGAZIN MAYERGASSE
Kontext: der Film “austroschwarz” von Mwita Mataro Szene: Teppiche, Sitzkissen, ein Banner, Musik zu jeder viertel Stunde, Redner_innen, Gäste
Teilnehmer_innen | Redner_innen:
Dalia Hassan, Künstlerin, Moderation
Barbara Ungepflegt, Performance Künstlerin
Dr. Ruby Jana Sircar
Anna Cseri, Kunsthistorikerin, Vorsitzende der Kulturkommission Leopoldstadt
Dr. Andreas Spiegl, Kulturwissenschafter
Ute Burkhardt-Bodenwinkler, Kunstverein fAN
Siunner / Holfeld Performance
Mwita Mataro
Kimyan Law, Musiker
Persy-Lowis Bulayumi, Sozialpädagoge
Hannah Lowe, Akademie der Bildenden Künste, Banner
Kontext:
Der Protagonist Mataro setzt sich mit der Frage auseinander, was der Begriff Heimat für ihn und andere schwarze Österreicher_innen bedeutet. Mataro will aufzeigen, dass sich auch er, ein gebürtiger Salzburger, als Österreicher fühlen darf ohne dabei den Anspruch auf den Heimatbegriff all jenen zu überlassen, die ihn als ein exklusives Gut betrachten.
Der Dokumentarfilm „austroschwarz“ begleitet den Musiker, Aktivisten und Kulturarbeiter Mwita Mataro. Er gibt darin Einblicke in sein Leben als schwarzer Mensch, die vor allem weiße Menschen darauf aufmerksam machen sollen, dass die Lebensrealität schwarzer Personen eine gänzlich andere ist. „AUSTROSCHWARZ“ ist ein Dokumentarfilm, der den schwarzen österreichischen Musiker Mwita Mataro portraitiert und ihm bei seiner Reise durch Österreich folgt. Der Film ist somit eine Mischung aus Roadmovie, Biopic und Essayfilm.
Mataro geht es weniger darum rassistische Strukturen und Mechanismen aufzuzeigen, sondern vielmehr einen Film zu schaffen, der positiv in die Zukunft blickt und auch die schwarze Bevölkerung bestärkt und empowered.
Milena Meller | Zita Oberwalder | Christine S. Prantauer
Nora Schöpfer | Maria Vill | Margret Wibmer
Vernissage am 4. Oktober 2025 um 11:00 Uhr
zur Ausstellung spricht Margit Zuckriegl, Kuratorin und Kunsthistorikerin
Finissage am 19. Oktober 2025 von 11:00 – 15:00 Uhr
11:00 Uhr: Künstlerinnengespräch mit Karin Pernegger, Kuratorin und Kunsthistorikerin
Kunstverein MAGAZIN MAYERGASSE
fAN
Land Tirol
Urban Jungle Vienna
Supersense
FOTO WIEN 2025
In dem kollektiv konzipierten Projekt setzen sich Carmen Brucic, Claudia Fritz, Judith Klemenc, Milena Meller, Christine S. Prantauer, Nora Schöpfer, Maria Vill, Margret Wibmer und Zita Oberwalder mit den Beziehungen von Körper und Raum auseinander. Gesellschaftskritische und identitätspolitische sowie poetische, ökologische und philosophische Reflexionen kommen sich dabei in Erörterung der Wahrnehmung von Wirklichkeiten nahe und öffnen Festschreibungen und Begrenzungen. Konzept und Organisation des Projektes verweisen auf die Möglichkeiten feministischer Selbstermächtigung und thematisieren den Körper – auch und gerade angesichts von Virtualisierungstechnologien und Künstlicher Intelligenz: als Ort, von dem aus wir die Welt wahrnehmen. Das Medium Fotografie wird dabei durch installative, malerische und objekthafte Herangehensweisen erweitert. Im gemeinsamen Prozess wird das Projekt für jeden neuen Ort formal und inhaltlich weiterentwickelt. 2024 wurde eine erste Version des Projektes im FOTOFORUM Innsbruck gezeigt.
fAN im Gespräch mit dem Künstler Matthias Bernhard
Musik von Kimyan Law „Austroschwarz“
Nur durch eine konsequente Fokussierung auf das Motiv des Kontakts, auf die vielfältigen transkulturellen Austauschprozesse, transdiziplinäres Arbeiten sowie auf die Analyse ihrer Wechselbeziehungen lässt sich das in der Globalen Kunstgeschichte tief verankerte dichotome Strukturdenken aufbrechen.
Begegnungen zwischen mindestens zwei Akteuren, die sowohl im Feld von Kooperation als auch von Konfrontation verortet sein können und aus künstlerischem wie politischem Interesse entstehen, eröffnen das Potenzial, die strikte Trennung zwischen westlichen und außereuropäischen (Kunst-)Geschichten zu relativieren.
Zentral ist daher die Frage, welche Motive und Bedingungen es Akteuren zu einem bestimmten Zeitpunkt ermöglichen, spezifische Denk- oder Handlungsweisen zu entwickeln, und inwiefern sie dadurch die ihren Subjektpositionen zugeordneten Denk- und Handlungsräume überschreiten können.
Begegnung von Sprachen.
Begegnung von Fläche und Raum.
Verbindung von Zeichnung und Skulptur.
Verbindung von Zwei- und Dreidimensionalität.
Plastischer Formbildungsprozess in der Fläche.
Verschiebung spezifischer Medienqualität.
Zusammenhang und Zerstörung.
Begegnung eines Brüderpaars.
Jenseits von Begrifflichkeit.
Autonomie der Bausteine.
Addition und Durchlässigkeit.
Umwandlung der Werkstoffe.
Methoden vergessen.
Disparate Zeitlichkeit.
Das Vorher und das Folgende.
Zugriffe und Relation.
Abdrücke nach Außen und Innen.
Inhaltliche Analogie.
Dinge vor der Sprache.
(Matthias Bernhard, 2025)
Die Brüder Matthias ( * 1985) und Maximilian ( * 1990) Bernhard wurden beide in Kitzbühel geboren. Matthias ist Maler (Klasse Gunther Damisch, AdbK Wien), Max Bildhauer (Klasse Harald Klingelhöller, AdbK Karlsruhe).
Was beide verbindet, ist das Bekenntnis zu einer offenen Form und einem prozesshaften Arbeiten. Beiden geht es um ein Aufheben von Grenzen. Gemeint sind einerseits die klassischen Gattungsgrenzen, andererseits aber auch jene zwischen Kunst und Leben. (Dr. Günther Moschig)
In dieser gemeinsamen Ausstellung treffen zwei unterschiedliche künstlerische Ansätze und Persönlichkeiten aufeinander.
Die Fotografien von Marcus zeigen alltägliche Orte, reduziert auf Struktur, Fläche und Komposition. Oft menschenleer, ruhig und zurückhaltend – eingefangen von einem analytischen Beobachter.
Die Illustrationen von Johanna setzen dazu einen Kontrast: Eine eigenwillige Figur tritt in diese stillen Bildwelten ein. Sie bringt Farbe, Bewegung und eine gewisse Unruhe mit, die sowohl frei, aber manchmal auch etwas plump wirkt – als wäre sie in die Szene gestolpert.
Begleitet wird sie von einem eigensinnigen Gefährten – halb Dackel, halb Schwein. Der Schweinehund steht dabei stellvertretend für alles, was uns zurückhält.
Was wie ein Gegensatz klingt, ergänzt sich überraschend gut – so wie wir. Wir gleichen oft gegenseitig aus, was dem anderen fehlt. Gemeinsam könnte man meinen, wir sind ein halbwegs kompetenter, kompletter Mensch.
Nur der Schweinehund ist immer dabei. Wir sind Mitte/Ende 30, Eltern, kreativ – und fühlen uns genauso verloren wie viele andere in unserem Alter. In einer Welt voller Möglichkeiten weiß man manchmal nicht, wo man hingehört. Und überhaupt: Warum fühlt man sich ständig, als müsste man mehr sein?
Dieses Projekt ist eine Einladung, klein sein zu dürfen. Kleine Dinge tun. Dumme Dinge tun. Die eigene Mittelmäßigkeit feiern. Auf die ewige Selbstoptimierung scheißen.
Kreativsein soll keinen Druck machen, sondern Druck wegnehmen. Es muss nicht immer Wumms machen. Es soll Freude machen. Obwohl: Jeder, der schon mal eine Dose in der Hand hatte, weiß – ohne Druck geht auch nix weiter.